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Kürbisausstellung auf Schloss Lichtenwalde – Römer, Gallier und jede Menge Kürbisse
Was haben römische Legionäre, Asterix und tonnenschwere Kürbisse gemeinsam? Wir haben es auf Schloss Lichtenwalde herausgefunden – bei einem herbstlichen Ausflug voller beeindruckender Kürbiskunst.

Ein Schlosspark voller Kürbisse, römische Legionäre, ein riesiges Aquädukt und Figuren, bei denen man sofort an Asterix und Obelix denken muss – Ende September führte uns unser nächster Ausflug nach Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz.
Dort fand die Kürbisausstellung statt und in diesem Jahr drehte sich alles um Rom, Römer und die Welt der Gallier.
Schon nach den ersten Metern durch den Park war klar: Hier wurden nicht einfach ein paar Kürbisse zur Dekoration verteilt.
Aus Tausenden kleinen und großen Kürbissen waren komplette Figuren und Bauwerke entstanden.
Wenn aus Kürbissen Römer werden
Besonders beeindruckend fand ich die großen Figuren, die überall im Park verteilt standen.
Römische Soldaten mit Schild und Schwert, historische Szenen und andere Figuren waren teilweise fast vollständig mit Kürbissen verkleidet.
Und natürlich durfte bei diesem Thema auch der eine oder andere deutliche Hinweis auf die berühmten unbeugsamen Gallier nicht fehlen.

Einige der Figuren muss man tatsächlich erst einmal aus ein paar Metern Entfernung betrachten, um zu erkennen, wie aufwendig sie gestaltet wurden.
Unterschiedliche Kürbissorten und Farben bilden Kleidung, Schilde und Verzierungen. Orange, Gelb, Weiß, Grün und fast schwarze Kürbisse werden dabei wie einzelne Farbpunkte eines riesigen Bildes eingesetzt.

Ein Aquädukt aus Kürbissen
Eines der Motive, das für mich besonders gut zum Thema passte, war das große Aquädukt.
Natürlich bestand auch das nicht aus Stein, sondern aus unzähligen Kürbissen.

Genau solche Installationen machen die Ausstellung interessant. Man läuft nicht einfach an einer Reihe dekorierter Kürbisse vorbei, sondern entdeckt im gesamten Park immer wieder neue Szenen.
Mal sind die Motive riesig, mal stecken die interessanten Details etwas versteckter am Wegesrand.
Römer und Gallier im Schlosspark
An verschiedenen Stellen griff die Ausstellung Geschichten und Motive aus der römischen Welt auf.
Dazu gehörten Soldaten, Streitwagen und natürlich auch Szenen, die ziemlich eindeutig an Asterix und Obelix erinnern.

Auch ein Wachtturm wurde komplett mit Kürbissen gestaltet.
Durch die Lage im Park und den Blick über die Landschaft wirkte das Ganze fast wie ein kleiner römischer Außenposten – nur eben mit deutlich mehr Kürbissen.

Kürbiskunst im XXL-Format
Neben den großen Figuren gab es auch geschnitzte Kürbisse zu sehen.
Und damit waren nicht die klassischen Halloween-Gesichter gemeint.
In die riesigen Kürbisse wurden teilweise erstaunlich detaillierte Motive geschnitzt.

Gerade aus der Nähe sieht man, wie viel Arbeit in diesen Kunstwerken steckt.
Bei manchen Motiven wurden mehrere Schichten der Kürbisschale abgetragen, wodurch fast dreidimensionale Gesichter und Figuren entstanden.

Zwischen all den Figuren gab es außerdem einige Kürbisse, die ganz ohne aufwendige Dekoration beeindruckten.
Zum Beispiel dieses Exemplar:
372,5 Kilogramm.
Damit belegte der Riesenkürbis beim Kürbisfestival den dritten Platz.

Direkt daneben lag mit 361,5 Kilogramm gleich der nächste Kandidat.

Wenn man davorsteht, bekommt man erst ein Gefühl dafür, wie gewaltig solche Kürbisse tatsächlich sind.
Mit den kleinen Kürbissen, die im Herbst normalerweise vor Haustüren liegen, haben diese Exemplare nicht mehr besonders viel gemeinsam.
Schlosspark und Kürbisausstellung passen perfekt zusammen
Was mir an der Ausstellung besonders gefallen hat, war die Kombination mit dem Schlosspark.
Zwischen alten Bäumen, Hecken, Figuren und den Blicken in die Landschaft wirken die Kürbisinstallationen noch einmal ganz anders als auf einem normalen Veranstaltungsgelände.

Man läuft durch den Park, entdeckt hinter der nächsten Hecke wieder eine neue Figur und bleibt automatisch stehen.
Dadurch ist die Kürbisausstellung weniger eine klassische Ausstellung und eher ein Spaziergang, bei dem es ständig etwas Neues zu entdecken gibt.
Mein Fazit
Die Kürbisausstellung auf Schloss Lichtenwalde war für uns ein richtig schöner Herbstausflug.
Besonders das Thema Rom und Asterix hat hervorragend funktioniert. Die riesigen Figuren und Bauwerke aus Tausenden Kürbissen waren beeindruckend – und teilweise musste man zweimal hinschauen, um all die kleinen Details zu entdecken.
Dazu kommen die geschnitzten Kürbisse, die Riesenkürbisse und natürlich die Kulisse des Schlossparks.
Wer Kürbisausstellungen bisher hauptsächlich mit ein paar dekorierten Kürbissen und Halloween verbunden hat, bekommt hier definitiv eine andere Größenordnung zu sehen.
Und irgendwie passt es auch perfekt zum Herbst:
Sonne, Schlosspark und ein paar tausend Kürbisse.
